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Mit einer Image-Kampagne will das bayerische Handwerk die Kunden
auf die Qualität der Meisterarbeit hinweisen. Der Präsident
des Bayerischen Handwerkstages (BHT) Heinrich Traublinger, MdL,
bei der Vorstellung der Kampagne am 23. Februar 2005 in
München: "Es kann eben teuer zu stehen kommen, keinen
Meisterbetrieb für eine Handwerksleistung zu beauftragen und es
kann ganz schön teuer werden, wenn Leute am Werk sind, die ihr
Handwerk nicht verstehen."

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Marketing im Bayerischen
Handwerkstag, Rupert Hutterer, zeigte sich zuversichtlich, dass
die bayerischen Handwerksbetriebe die Kampagne aufgreifen und
demnächst die Plakate der Image-Kampagne in den Läden und
Verkaufsräumen, den Werkstätten und Büros der bayerischen
Handwerker zu sehen sein werden.
Unter dem Motto "Ohne Meister: Scheibenkleister!"
soll auf humoristische Weise der handwerkliche Meistertitel als
Qualitätszertifikat für den Unternehmer sowie als Gütesiegel
und Verbraucherschutz ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt
werden. Bislang sind 15 Landesfachverbände dabei, die Bäcker,
die Friseure, die Gebäudereiniger, die Karosseriebauer, die
Kfz-Techniker, die Landmaschinenmechaniker, die Maler und
Lackierer, die Maßschneider, die Metzger, die Parkettleger, die
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnikhandwerker, die Schreiner,
die Steinmetze und Steinbildhauer, die Textilreiniger und die
Zahntechniker.
Sie sind jeweils mit eigenen Motiven Plakaten, Postkarten und
Aufklebern vertreten. Ein Motiv ist allgemein gehalten. Dieses
Motiv werden die Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften
verwenden. Selbstverständlich kann es aber auch jeder
Handwerksbetrieb einsetzen. Die jeweiligen Branchenmotive sind
für Innungsmitglieder über die Landesfachverbände bzw. die
jeweiligen Innungen erhältlich.
Traublinger: "Wir haben den Meister mit gutem Grund in
den Mittelpunkt unserer Kampagne gestellt. Die Kampagne ist Teil
unserer Öffentlichkeitsarbeit, mit der wir das Wissen um die
Bedeutung des Meisterbriefes als einzige umfassende Fortbildung
zum Unternehmer ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen
wollen."
Der Meisterbrief sei ein bewährtes und anerkanntes Zeugnis,
das dem Kunden das hohe Qualitätsniveau im Handwerk
signalisiere und auch garantiere, so Traublinger. Der
Verbraucher lege wieder mehr Wert auf Qualität, Service und
hochwertige Leistungen. Und dies seien die ureigenen
Wettbewerbsvorteile des Handwerks.
Das Handwerk sehe durch die Entwicklung, die mit der
Novellierung der Handwerksordnung verbunden sei, Gefahren für
die Qualifikation, die Ausbildung und die Stabilität der
Betriebe, betonte der BHT-Präsident. Der starke Anstieg der
Betriebszahlen im Handwerk im vergangenen Jahr sei zum Großteil
auf den deutlichen Anstieg der Neueintragungen in den jetzt
zulassungsfreien B1-Berufen zurückzuführen. Leider sei das mit
der vom Handwerk befürchteten Dequalifizierung verbunden. Denn
hier seien neun von zehn Eintragungen ohne die Angabe irgend
einer Qualifikation erfolgt.
Die Image-Kampagne solle aber auch nach innen wirken. Eine
aktuelle Umfrage der Handwerkskammer für München und
Oberbayern zeige, so Traublinger, dass sich Optimismus und
Pessimismus über die Zukunft des Handwerksbriefes bei den
Handwerkern in etwa die Waage hielten. Zwar seien 47 Prozent der
befragten Betriebe der Meinung, dass der Meistertitel in Zukunft
an Wert verlieren könnte.
Fast ebenso viele, nämlich 43 Prozent, seien genau entgegen
gesetzter Meinung, weil die Kunden den Meistertitel als
Gütesiegel zunehmend schätzen würden. Es habe sich auch
gezeigt, dass die Einschätzung um die Zukunft des Meisterbriefs
um so skeptischer sei, je kleiner ein Betrieb sei und je
hilfloser sich ein Betrieb vor dem Hintergrund des wachsenden
Konkurrenzdruckes fühle.
Traublinger: "Mit der Image-Kampagne wollen wir daher
auch unsere Meisterbetriebe darin bestärken, auf ihre eigene
"meisterliche" Stärke zu setzen. Der Meisterbrief
kann gerade da, wo der Wettbewerbsdruck groß ist, ein
entscheidender Vorteil sein, wenn man ihn nur offensiv in den
Vordergrund rückt."
Übersicht
über die Motive der Imagekampagne
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