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Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
Die
deutsche Wirtschaft verzeichnete im 2. Quartal 2010 einen
Wachstumsschub. Antriebskräfte waren vor allem die Auslandsnachfrage
und Nachholeffekte im Verarbeitenden Gewerbe und in der Bauwirtschaft. Der
private Verbrauch zeigte zwar ansteigende Tendenz, insgesamt blieb er
aber noch eher verhalten. Die unternehmerische Investitionstätigkeit
fasst – bei weiterhin restriktiven Finanzierungsbedingungen – langsam
wieder Tritt. Die Exporte setzten im Gefolge der globalen
Konjunkturerholung ihren Aufwärtstrend fort. Im Zeitraum April/Juni
sind sie um 25,4 % gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen. Das
Preisniveau auf der Verbraucherstufe blieb in der Berichtsperiode
praktisch stabil. Im Juni lag die Teuerungsrate bei 0,9 %. Am
Arbeitsmarkt stehen die Zeichen eindeutig auf Entspannung; darauf weist
die zunehmende Arbeitskräftenachfrage hin. Die Arbeitslosenquote betrug
zuletzt 7,5 % (Vorjahr: 8,1 %).
Entwicklung des bayerischen Handwerks im 2. Quartal 2010
Die
wirtschaftlichen Aktivitäten des Handwerks haben sich im Laufe des 2.
Quartals spürbar beschleunigt. Vor allem saisonale Einflüsse und
Nachholeffekte waren hierfür verantwortlich. In einigen
Handwerksbereichen kamen zudem konjunkturelle Auftriebskräfte zum
Tragen. Vor diesem Hintergrund ist der Geschäftsklimaindex um 9 auf 82
Punkte gesprungen und lag damit auch deutlich über dem Vorjahresniveau
(72 Punkte). Die Beschäftigung wurde infolge des
Frühjahrsaufschwungs wieder ausgeweitet. Die Zunahme hielt sich aber in
Grenzen, da zu Jahresbeginn trotz des harten Winters wenig Personal
entlassen wurde. Außerdem bestand für die Betriebe angesichts noch
merklicher Kapazitätsreserven kein Anlass, verstärkt Mitarbeiter
einzustellen. Insgesamt lag die Beschäftigtenzahl zum Quartalsende nur
noch knapp unter dem Vorjahresstand. Der
Auftragseingang hat seit April deutlich an Schwung gewonnen. Einen
beschleunigten Ordereingang verzeichneten hauptsächlich das Baugewerbe
und die Zulieferer. Zur Jahresmitte betrug die Orderreichweite 6,4
Wochen, das Vorjahresniveau (5,6 Wochen) wurde somit erneut klar
übertroffen. Die Umsätze zeigten nach dem kräftigen Rückgang zu
Jahresbeginn im Berichtsquartal klare Erholungstendenzen. Vor allem das
Baugewerbe und der Maschinenbau haben hierzu beigetragen. Insgesamt hat
der Handwerksumsatz in den ersten sechs Monaten den Vorjahreswert noch
nicht erreicht. Die Investitionstätigkeit ließ
einen moderaten Aufwärtstrend erkennen. Alles in allem waren die
Investitionsausgaben im 1. Halbjahr 2010 etwas höher als vor
Jahresfrist. Das Handwerk sieht der
Geschäftsentwicklung im Sommerquartal optimistisch entgegen. Die
freundliche Einschätzung basiert zum einen auf dem positiven
gesamtwirtschaftlichen Umfeld, zum anderen werden von den
fiskalpolitischen Maßnahmen weiterhin konjunkturstützende Effekte
erwartet.
Konjunkturbericht Bayern 2. Quartal 2010
Archiv
Konjunkturbericht Bayern 1. Quartal 2010
Konjunkturbericht Bayern 4. Quartal 2009
Konjunkturbericht Bayern 3. Quartal 2009
Konjunkturbericht Bayern 2. Quartal 2009
Konjunkturbericht Bayern 1. Quartal 2009
Konjunkturbericht Bayern 4. Quartal 2008
Konjunkturbericht Bayern 3. Quartal 2008
Konjunkturbericht Bayern 2. Quartal 2008
Konjunkturbericht Bayern 1. Quartal 2008
Geschäftsbericht
Das bayerische Handwerk im Jahr 2008 und im 1. Halbjahr 2009
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