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Tag des Handwerks in München
am 18. September 2009
Marke, Markt,
Marketing - Erfolgreiches Verkaufen im Mittelpunkt des "Tag des
Handwerks" in der Münchner Residenz

Foto: Handwerkskammer
für München und Oberbayern
"Gerade die zahlreichen Inhaber
geführten Betriebe in Mittelstand und Handwerk tragen ein
hohes
persönliches Risiko. Dieses Unternehmertum verdient
Anerkennung
und aktive Unterstützung" betonte Bayerns Wirtschaftsminister
Martin Zeil anlässlich des "Tag des Handwerks" in der
Allerheiligenkirche der Münchner Residenz. Insbesondere in
konjunkturell schwierigen Zeiten profitiere die Gesellschaft von den
grundsoliden Unternehmerinnen und Unternehmern des bayerischen
Handwerks. Deswegen stehe die Bayerische Staatsregierung ohne Wenn und
Aber an der Seite der bayerischen Handwerker. Zeil: "Dem Handwerk kommt
eine Schlüsselfunktion zu für die
Zukunftsfähigkeit der
regionalen Wirtschafts- und Beschäftigungsstandorte." Mit
seiner
breiten Struktur verbinde das bayerische Handwerk in besonderer Weise
heimische Tradition und Fortschritt miteinander. Das Handwerk
müsse langfristig eine noch wichtigere Rolle in der
bayerischen
Wirtschaftspolitik einnehmen, erklärte der
Wirtschaftsminister.
Das gelte vor allem für die berufliche Aus- und Weiterbildung.
"Im Handwerk war man sich schon immer bewusst, dass gute Produkte
alleine nicht reichen, um wirtschaftlich Erfolg zu haben",
erklärte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages
(BHT),
Heinrich Traublinger, MdL a. D., mit Bezug auf das Motto der
Veranstaltung 'Marke, Markt, Marketing - Produkte und Dienstleistungen
erfolgreich verkaufen', "man muss auf diese Produkte auch aufmerksam
machen." Kleine und mittlere Handwerksunternehmen bräuchten
dabei
dringend Unterstützung, da sich viele Märkte des
Handwerks
inzwischen von Verkäufer- zu Käufermärkten
gewandelt
hätten und die Betriebe in der Regel nicht über
eigene
Marketingexperten verfügten. "Handwerker liefern hervorragende
Produkte und Dienstleistungen, die vor allem individuell auf den
Kundenwunsch zugeschnitten sind. Es ist schade, wenn diese Leistungen
den Kunden nicht erreichen, nur weil der Handwerksbetrieb am Markt
nicht entsprechend wahrgenommen wird", betonte der
BHT-Präsident.
Die Darstellung des Handwerks in der Öffentlichkeit sei, so
Traublinger, aber nicht alleine eine Aufgabe der Unternehmen. So
müssten vor allem auch die Handwerksorganisationen ihren
Beitrag
leisten, um die 'Marke Handwerk' im Bewusstsein der Menschen zu
verankern. Daher werde es auf Bundesebene ab dem kommenden Jahr eine
Imagekampagne des Handwerks geben. Ziel sei es, deutschlandweit zu
vermitteln, dass Handwerk zeitgemäß, modern und ein
starker
Motor für die Wirtschaft ist.
Bedürfnisse wecken
Marketing-Experte Hermann
Scherer appellierte an die Handwerker, "mehr Aufmerksamkeit" zu
erwecken. "Wenn alles gleich gültig ist, dann ist alles
gleichgültig",
betonte er. Qualität, auf die sich Handwerk beruft, finde im
Kopf des
Kunden statt. Die Angebotssprache müsse also die Sprache des
Kunden
sein, Der Handwerker müsse Bedürfnisse wecken. In
dieses Horn stießen
auch die drei Handwerksunternehmer auf dem Podium. Evelyn
Hermreck-Mayerhofer von der Bayern Handwerk Exclusiv GbR in Hohenlinden
erläuterte, im Verbund der elf Handwerksfirmen sei man finanz-
und
schlagkräftig und zeige, dass man sich auch im Ausland
etablieren
könne. Networking sei das Erfolgsrezept. Der
Geschäftsführer der Kohl
Wasser+Wärme GmbH aus Bobingen, Albert Kohl, machte deutlich,
dass für
ihn das Marketing erst richtig nach dem Auftrag beginne. So wartete er
mit so pfiffigen Ideen wie dem Bad-Geburtstag auf, an dem die Hausfrau
einen Blumenstrauß erhält. Josef Sulzenbacher,
Inhaber der Heimler+Co
Wohnbau GmbH in Köfering hat sich auf das Marktsegment "50
plus"
spezialisiert und bietet den Kunden einen Komplettservice an.
Wichtigstes Kriterium für ihn: Zeit für den Kunden.
Segelweltrekord angepeilt
Wirtschaftsminister
Zeil und BHT-Präsident Traublinger besuchten im Vorfeld der
Veranstaltung in der Landeshauptstadt die Firma Avantgarde Technologie
GmbH in Gilching. Geschäftsführer Wulfram J.
Schmucker gab anlässlich
dieses Besuchs den Startschuss zu einem einmaligen Projekt: Bootsbauer
Schmucker will zusammen mit einem Team bayerischer Bootsbauer,
Ingenieure und Segelsportler ein Boot entwickeln und bauen, mit dem der
Geschwindigkeitsweltrekord im Segeln gebrochen werden soll.
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Fachforum
Erneuerbare Energien
- Perspektiven für das Handwerk
am 14. März 2009, 10:00 Uhr
Die Veranstaltung, die der
Bayerische Handwerkstag gemeinsam mit
dem Bayerischen Wirtschaftsministerium und der GHM anlässlich
der IHM
durchführte, warf einen Blick in die Zukunft und zeigte,
welche Formen
erneuerbarer Energien in Bayern eine Rolle spielen werden.
Anhand
von Beispielen aus der Praxis wurde dargestellt, welche Probleme zu
bewältigen
sind und wie Handwerksbetriebe schon heute mit individuellen
Lösungen das
Potential regenerativer Energie selbst nutzen bzw. entsprechende
Produkte oder
Dienstleistungen ihren Kunden anbieten.
Fachvorträge
zum Download:
- Das
Potential erneuerbarer Energien in
Bayern
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch,
Geschäftsführer der Forschungsstelle für
Energiewirtschaft e.V., München
- Wärmepumpen und
Solaranlagen
– Erfahrungen aus der Praxis
Erich Schulz jun., Vorstandsmitglied des Fachverbands
Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Bayern
- Handwerksbetriebe als Vorreiter
der Nutzung erneuerbarer Energien: das
Nahwärmenetz der Bäckerei Gürtner
Anton Gürtner, Bäckerei
Gürtner, Oberroth
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Der "Tag des bayerischen
Handwerks" in der Münchner Residenz am 26. Juni 2003
Wirtschaftsminister Dr. Otto
Wiesheu betonte, die Ziele dieses "Tags des Handwerks" seien, die
Zukunftspotentiale des Handwerks aufzuzeigen, die wirtschaftliche und
beschäftigungspolitische Bedeutung des Handwerks
herauszustellen sowie Perspektiven aufzuzeigen und positive Signale zu
setzen.
Der Präsident des
Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich Traublinger, MdL, machte
deutlich, dass das Handwerk die Argumentation des
Bundeswirtschaftsministeriums, die gegenwärtige handwerkliche
Struktur sei schuld an der ungünstigen wirtschaftlichen
Entwicklung und müsse deshalb geändert werden, als
einen Affront gegen diesen Wirtschaftsbereich werte.
Weitere Informationen zum Tag
des bayerischen Handwerks
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